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Als Access Divide wird eine Form des Digital Divides bezeichnet. Gemeint ist die Tatsache, dass unterschiedliche soziale Gruppen nur geringen oder gar keinen Zugang zu moderner Kommunikationstechnologie (z.B. dem Internet) haben, während andere Gruppen gut ausgerüstet sind.
Als “Acting” wird in der Filmanalyse die Art der schauspielerischen Darstellung beschrieben. Zum Acting gehört u.a. die Körperhaltung (Hexis), die Stimme, die Mimik, etc. Das Acting ist Bestandteil der Mise-en-Scene.
Filmanalysemodell an der Universtität Magdeburg
Die Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT) ist ein techniksoziologischer Erklärungsansatz für das Verhältnis von Technik und Gesellschaft. Die Theorie geht auf die Soziologen Michel Callon und Bruno Latour zurück. Kern der Theorie ist die Annahme, dass Technik/Natur und das Soziale netzwerkartig (in Abfolgen von Handlungen) verbunden sind und sich gegenseitig Eigenschaften und Handlungspotentiale zuschreiben. Um dies deutlich zu machen, führt die ANT den Begriff des Aktanten ein. Lt. (Akrich/Latour (1992)) ist ein Aktant „whatever acts or shifts action“ (Akrich/Latour 1992), wohingegen als „Akteure“ mit Bewusstsein ausgestattete Aktanten bezeichnet werden (die Begriffe werden innerhalb der ANT nicht unbedingt einheitlich verwendet).
Actor Network Resource
| Website von Bruno Latour
Asynchronuous Javascript And Xml: Kombination von Webbrowser-basierten Technologien, die interaktive Anwendungen im Webbrowser ermöglichen (Stichwort: “Web 2.0″).Wikipedia-Eintrag
Im Sinne der Actor-Network-Theory ist ein Aktant „whatever acts or shifts action“ (Akrich/Latour 1992), wohingegen als „Akteure“ mit Bewusstsein ausgestattete Aktanten bezeichnet werden (vgl. (Akrich/Latour 1992)).
Der Begriff Anamnesis entstammt dem griechischen und meint „Erinnerung“. Das Anamnesis-Konzept von Platon begreift Erinnerung als „Wiedererinnerung der Seele an Wahrheiten, die vor der Geburt aufgenommen wurden“.Anamnesis-Artikel der Enzyklodedia Britannica
Application Programming Interface (dt: Programmierschnittstelle). Die API einer Software stellt anderen Programmen eine Möglichkeit zur Interaktion zur Verfügung. So nutzten z.B. die verschiedenen Anwendungen für Google-Maps eine API, um auf das Kartenmaterial zuzugreifen. Die API definiert, welche Funktionen ein externes Programm ausführen darf und auf welche Datenbestände es Zugriff hat.Wikipedia-Eintrag
Als Archimedischer Punkt wird in der Philosophie eine unbestreitbare Tatsache bezeichnet von der aus man die Welt erklären könnte. Ein Beispiel für solch einen Archimedischen Punkt ist Descartes „cogito ergo sum“.
Advanced Research Projects Agency Network. Das Arpanet war der Vorläufer des heutigen Internet. Hinter ihm verbirgt sich ein Konzept zur dezentralen Vernetzung von Rechnern, die 1962 im Auftrag der US-Luftwaffe entwickelt wurde und 1969 in Betrieb ging. Das Arpanet wurde 1990 abgeschaltet.Wikipedia-Eintrag
Als Avatar wird ein grafischer Stellvertreter eines Nutzers in einer digitalen Umgebung oder einer virtuellen Welt (z.B. Second Life) bezeichnet. Auch Nutzerbilder in Boards werden des Öfteren als Avatare bezeichnet.Wikipedia-Beitrag | Präsentation von Benjamin Jörissen zum Thema
Als Belichtungszeit (auch: Verschlusszeit) wird die Dauer der Belichtung eines Kamerabildes (des Sensors oder Films) verstanden. Je länger die Verschlusszeit, desto heller das Bild (bei gleicher Blende). Ausführliche Informationen über Verschlusszeit und Blende finden sich unter den angegebenen Links.Fotokurs von Roland Frisch | Fotoschule
Bewegungsunschärfe im Bild kann verschiedene (gewollte oder ungewollte) Ursachen haben. Sie entsteht grundsätzlich bei relativ langen Verschlusszeiten. Ursachen der Bewegungsunschärfe können a) Bewegungen der Objekte vor der Kamera, b) Bewegungen der Kamera selbst (Verwacklung, Verwischung) oder c) Zoomen während der Aufnahme. Bewegungsunschärfe ist von der fokalen Unschärfe (Fokussierungsunschärfe, Tiefenschärfe) zu unterscheiden. Fotokurs von Roland Frisch
Als Blende wird die effektive Öffnung (Lichtdurchlässigkeit) des Objektivs einer Fotokamera bezeichnet. Je nach Kameramodell besteht die Blende aus 3, 7 oder mehr ringförmig angeordneten Lamellen. Sie kann variabel geöffnet und geschlossen werden und regelt den Lichteinfall und die Tiefenschärfe der Aufnahme. Fotografie-Führer
Als Board wird eine Kommunikationsplattform im Web bezeichnet. Boards funktionieren nach der Logik eines schwarzen Brettes. Die Kommunikation verläuft asynchron. Die Beiträge werden chronologisch (Bulletin Boards) oder nach Diskussionssträngen sortiert (klassisches Forum) angeordnet. Wikipedia-Eintrag
Die Brennweite ist eine Eigenschaft des Kameraobjektivs. Sie ist gemeinhin von der Zoom-Funktion von Fotoapparaten bekannt. Die Brennweite wird in Millimetern angegeben. Je kleiner die Brennweite, desto weiter der Aufnahmewinkel (Fisheye, Weitwinkel). Je größer die Brennweite, desto enger ist der Aufnahmewinkel und desto „näher“ erscheint das Bild (Tele). Eine gute Übersicht über die Effekte verschiedener Brennweiten gibt der folgende Link. Fotokurs von Roland Frisch
Abkürzung: CMS. Ein Content-Managment-System ist ein System zur Veröffentlichung und Verwaltung von Inhalten einer Internetpräsenz (Website). Zu einem CMS gehört neben der Verwaltung der Inhalte in einer Datenbank auch die Verwaltung von Nutzern und deren Rechten. Bekannte CMS-Systeme, die im Web stark verbreitet sind, sind u.a. Typo 3, Drupal, WordPress und Joomla. Wikipedia-Eintrag
Der Cyborg stellt eine Denkfigur dar, die die zunehmende Verschmelzung des menschlichen Körpers mit moderner, steuerbarer Technologie, wie z.B. kybernetische Prothesen, bezeichnet. Aufgrund dieser Überschreitung von Leben und Technik ist der Cyborg ist eine Grenzfigur. Im wissenschaftlichen Diskurs ist die Figur des Cyborg durch Donna Haraways “Cyborg Manifesto“ bekannt geworden. In der Science Fiction ist der Cyborg schon seit langem eine verbreitete Figur (z.B. Star Trek – Borgs). Donna Haraway: A Cyborg Manifesto | Wikipedia-Eintrag
Die Daguerreotypie ist ein frühes fotografisches Verfahren, das Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt wurde. Bei diesem Verfahren wird eine versilberte Kupferplatte in der Kamera eine längere Zeit (i.d.R. mehrere Minuten) belichtet. Durch Quecksilberdämpfe lässt sich das Bild dann entwickeln. Das Ergebnis ist ein positives jedoch Seitenverkehrtes Bild. Wikipedia-Eintrag
Der Deutsche Idealismus bezeichnet eine Konstellation der neueren Philosophie und findet seinen Anfang in den Gedanken Immanuel Kants. Bekannte Vertreter sind u.a. Johann Gottlieb Fichte, Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Grundannahmen des Deutschen Idealismus sind die Existenz von geistigen Entitäten, einer Außenwelt, die unabhängig des Subjektes nicht bestehen kann, sowie die Annahme, dass sich menschliches Handeln durch Vernunftprinzipien erklären lasse. Philolex-Beitrag | Eintrag in der Internet Encyclopedia of Philosophy | Wikipedia-Eintrag
(dt. „digitale Kluft“ oder „digitale Spaltung“) Der Digital Divide bezeichnet die „digitale Bildungskluft“. Gemeint ist damit die Tatsache, dass mit zunehmender massenmedialer Durchdringung der Gesellschaft Gruppierungen mit höherem sozialökonomischen Status zu einer rascheren Aneignung neuer Informationen und Technologien neigen. Lange Zeit wurde der Begriff des Digital Divide als Acces-Divide verstanden und meinte die fehlende technologische Ausstattung sozial schlechter gestellter Schichten. Durch fehlenden Zugang zu moderne Kommunikationstechnologie – so die Befürchtung des Digital Divides – wird Gruppen die Partizipation an der Gesellschaft vorenthalten. Der Begriff geht zurück auf Philip J. Tichenor, George A. Donohue, und Clarice N. Olien in den 1970er Jahren an der Minnesota University entwickelt. Beitrag von Nadia Kutscher | Wikipedia-Eintrag
Als Distinktion wird in der Soziologie eine (bewusste oder unbewusste) Praxis der Abgrenzung verschiedener sozialer Gruppen bezeichnet.
Document Objekt Model. Das DOM ist eine Schnittstelle für den Zugriff auf HTML Dokumente. Die Spezifikation legt fest, dass einzelne Teile eines HTML-Dokuments über eine Baumstruktur angesprochen werden müssen. Wikipedia-Eintrag
s. Schärfe.
Die Ethnomethodologie bezeichnet eine von Harold Garfinkel begründete Forschungsrichtung der Soziologie. Die Ethnomethodologie untersucht mit welchen alltagspraktischen Handlungen innerhalb einer Gruppe Bedeutung hergestellt wird. Wikipedia-Eintrag
Flash ist eine von der Firma Macromedia und mittlerweile von Adobe übernommene Programmiersprache, die im Internet weit verbreitet ist. Ursprünglich wurde die Sprache zur Animationen kleiner Filme genutzt. Mittlerweile sind auch komplexere Anwendungen (z.B. Acrobat.com) möglich. Um Flash-Programme ausführen zu können muss auf dem Rechner der Flash-Player installiert sein. Wikipedia-Eintrag
FTP steht für File Transfer Protocol. Hinter dem Begriff verbirgt sich ein System, um Daten von einem Rechner auf einen anderen zu transferieren. Das System wird meistens genutzt, um Daten auf einen Webserver zu transfieren (Upload) oder von diesem herunterzuladen (Download). Wikipedia-Eintrag
Gopher ist ein Informationsdienst im Internet. Er wird über spezielle Gopherclients oder den Webbrowser aufgerufen. Die aktuellen Browserversionen haben ihre Gopherfunktionalität aufgrund der gesunkenen Bedeutung des Protokolls deaktiviert. Wikipedia-Eintrag
Bei der halbnahen Einstellung ist die abgebildete Person etwa vom Kopf bis zur Hüfte zu sehen. Wikipedia-Eintrag
Hypertext Markup Language. HTML ist das Standartformat zur Beschreibung von Webseiten. Es handelt sich um eine Text-Auszeichnungssprache (Markup), in der einem Inhalt dadurch Bedeutung zugewiesen wird, dass er zwischen zwei sogenannte Tags eingeklammert wird. Eine Überschrift der ersten Ordnung wird z.B. so dargestellt:

Überschrift

|
Selfthml | HTML-Einführung

auch „ikonische Wende“ oder „pictoral Turn“. Als Iconic Turn wird ein Paradigmenwechsel in der Bildwissenschaft bezeichnet. Kern dieser Wende ist die Anerkennung von nicht in Sprache und Sequenzialität übersetzbaren strukturellen Eigenschaften des Bildes, deren Ziel darin besteht, eine der Sprachwissenschaft vergleichbare Bildwissenschaften zu etablieren. Blog zum Thema | Wikipedia-Eintrag
Als Instant Messenger wird ein Programm bezeichnet, mit der zwei Nutzer sich gegenseitig Nachrichten schicken können. Der Nachrichtenversand erfolgt sofort. Ursprünglich waren die Instant-Messenger rein textbasiert. Mittlerweile sind jedoch in den meisten Programmen auch Funktionen wie Voice- und Videochat integriert. Bekannte IMs sind ICQ, MSN-Messenger und Jabber. Das freie Jabber-Protokoll (OpenSource) findet dabei unter anderen in Google-Talk Verwendung. Wikipedia-Eintrag
Internet Relay Chat. Das IRC bezeichnet ein populäres textbasiertes Chatsystem im Internet. Das System ist Serverbasiert: Auf einem Server liegen mehrere (tausend) themenorientierte Chaträume, die als „Channels“ bezeichnet werden. Neben der Teilnahme an Channels ist auch ein direkter Chat zwischen zwei Nutzern möglich. Umfangreiche Einführung | Wikipedia-Eintrag
Java ist eine plattformunabhängige Programmiersprache. Damit ein Rechner Java-Programme ausführen kann, wird eine sog. Virtual-Machine benötigt. Im Internet findet JAVA oftmals in Miniprogrammen (sog. Applets) Verbreitung. Wikipedia-Eintrag
Javascript ist eine im Internet weit verbreitete Scriptsprache und Bestandteil der AJAX-Technologie, in der Javascript u.a. dazu benutzt wird Inhalte von anderen Seiten nachzuladen. Alle modernen Browser sind in der Lage Javascript zu interpretieren. Die Syntax der Sprache ist an die Programmiersprache Java angelehnt. Wikipedia-Eintrag
Als Konstruktivismus wird ein erkenntnistheoretisches Paradigma bezeichnet. Der Konstruktivismus geht grundsätzlich davon aus, dass Individuen ihre Umwelt kognitiv bzw. wissensbasiert jeweils selbst konstruieren. Zu unterscheiden sind dabei (mindestens) der wissenssoziologische, lebensweltorientierte Sozialkonstruktivismus einerseits (Berger/Luckmann 1968) und der Radikale Konstruktivismus als erkenntnistheoretisches Programm andererseits (S.J. Schmidt). Beats Biblio Netz: Konstruktivismus | Philolex: Radikaler Konstruktivismus | Wikipedia-Eintrag
Als Kontrapost wird ursprünglich ein Gestaltungsmittel der Bildhauerei bezeichnet. Er spielt mit den Gegensetzen „Ruhe-Bewegung“ und „Spannung-Entspannung“, was durch einen Wechsel von Stand- und Spielbein erreicht wird, bei dem das Becken aus der senkrechten Körperachse hinaustritt. Wikipedia-Eintrag
Hinter einer Mailingliste verbirgt sich ein System zum Nachrichtenaustausch innerhalb einer geschlossenen Gruppe. Das System funktioniert über einen Email-Verteiler. Wird eine Email an eine bestimmte Adresse gesendet, erhalten sie alle Mitglieder der Mailingliste. Wikipedia-Eintrag
Als Mashup wird ein kleines Programm oder Script bezeichnet, welches Inhalte aus verschiedenen Datenquellen miteinander verbindet. Ein Beispiel für so ein Mashup ist Twittervision . Die Webseite zeigt an, an welchem Ort ein Twitter-Nutzer seine Inhalte erstellt hat. Dazu mischt es Inhalte aus den Datenquellen „Twitter“ und „Google Maps“. Portal zum Thema | Liste von Google-Maps Mashup | Wikipedia-Eintrag
Der Begriff der Mimesis geht auf Platon und Aristoteles zurück und bezeichnet die Nachahmung v.a. in Kunst und Schauspielerei. Ursprünglich in der Kunstgeschichte verankert, wurde der Mimesisbegriff im Rahmen der Historischen Anthropologie wiederentdeckt, historisch rekonstruiert und als bildungswissenschaftliche Kategorie eingeführt (Wulf/Gebauer 1992; 1998). In diesem Sinne bezeichnet Mimesis körperlich-performative Nachahmungshandlungen, durch die ein praktisches Weltverhältnis (praktisches Wissen, sens pratique) aufgebaut und Sozialisations- sowie Identitätsbildungsprozesse vollzogen werden.
Die Mise-en-scène bezeichnet in der Filmanalyse die Inszenierung i.s. des Geschehens vor der Kamera. Dazu gehören neben dem Acting der Schauspieler auch das Setting, das Arrangement von Objekten vor der Kamera und die Belichtung. Filmanalysemodell der Universität Magdeburg
Massively Multiplayer Online Role-Playing Game. Als MMORPG wird ein ausschließlich über das Internet spielbares Multiplayer-Rollenspiel verstanden. Im Zentrum des Spiels steht die Entwicklung des Spielercharakters sowie die Kooperation mit anderen Spielern in sog. Gilden. Das wohl bekannteste MMORPG ist „World of Warcraft“. Portalseite zu MMORPGs
Als Mnemotechnik wird eine Technik des Erinnerns bezeichnet. Kern der Methode ist es, sich durch Eselbrücken, wie Reime oder Merksätze, komplexe Sachverhalte zu merken. Wikipedia-Beitrag
Multi User Dungeon. Hinter einem MUD verbirgt sich ein textbasiertes Rollenspiel, welches auf einem zentralen Server läuft. Die Übertragung erfolgt via Telnet. Wikipedia-Eintrag
Als Narrationsstruktur werden in der strukturalen Filmanalyse die formalen Eigenschaften der Narration zusammengefasst. Fragen der Narrationsstruktur sind z.B. die Frage nach verschiedenen Handlungs- und Realitätsebenen sowie die Frage nach der Organisation der Erzählzeit.
Als Negativ wird in der Fotographie der belichtete, entwickelte Bildträger (Film) von dem die Positive hergestellt werden. Durch die digitale Fotografie wird heutzutage im Consumer-Bereich kaum mehr Film verwendet; elektronische Sensoren (Aufnahmechips, CCDs, CMOS) haben den Film weitestgehend ersetzt. In der professionellen Fotografie ist Filmmaterial aufgrund seiner besonderen Eigenschaften weiterhin verbreitet. Dies gilt insbesondere für die Schwarzweißfotografie. Wikipedia-Eintrag
Der Neoformalismus bezeichnet eine Theorierichtung der Filmwissenschaft. An die russischen Formalisten (u.a. Sergej Eisenstein) anknüpfend betrachten die Neoformalisten Filme anhand ihrer formalen Eigenschaften (Mise-en-scène, Montage, Kinematographie). Bekannte Vertreter dieser Richtung sind u.a. David Bordwell und Kristin Thompson. Wikipedia-Eintrag
Als Netiquette wird eine Sammlung von Vorschlägen für Verhaltensregeln im Netz. Es existieren mehrere Versionen der Netiquette. Der Sinngehalt ist bei den verschiedenen Versionen jedoch identisch. Kern der Netiquette ist die Höflichkeit anderen Nutzern im Netz gegenüber. Der erste Satz der meisten Netiquette-Versionen lautet: „Vergiss niemals, dass auf der anderen Seite ein Mensch sitzt.“ Ursprüngliche Version der Netiquette
Network News Transfer Protocol. Das NNTP ist ein Übertragungsprotokoll für Diskussionsforen. Es findet im Usenet Verwendung. Wikipedia-Beitrag
(dt: quelloffene Software). Als Open Source wird Software bezeichnet, deren Programmcode (Quelltext) öffentlich zugänglich ist und von externen Entwicklern unter bestimmten Bedingungen (Regeln von Lizenzbestimmungen zur Weitergabe etc.) verändert und weiterverbreitet werden darf. Open Source Software ist kostenlos. Der Unterschied zu sog. Freeware besteht darin, dass bei letztgenannter der Quellcode nicht offen liegt. Die OpenSource-Bewegung ist ein globales Phänomen; der Begriff wurde – wie auch der Begriff „Web 2.0“ – durch den US-amerikanischen Verleger und OpenSource-Unterstützer Tim O’Reilley bekannt. Wikipedia-Beitrag
Orientierungswissen bezeichnet nach Jürgen Mittelstraß das Wissen um gerechtfertigte Zwecke und Ziele. Es bezeichnet somit den Orientierungsrahmen der individuellen Weltaufordnung und schafft eine Bestimmtheit ohne die eine Orientierung in der Welt nicht möglich ist. Dabei meint Orientierungswissen keine normierenden Wertvorstellung, vielmehr gut es darum, in den individuellen Selbst- und Weltdeutungsschemata Bereiche von Unbestimmtheit zu ermöglichen. In Anlehnung an Immanuel Kant werden in der strukturalen Medienbildung die Kategorien „Wissensbezug“, „Handlungsbezug“, „Transzendenz- und Grenzbezug“ sowie „Biographiebezug“ als Dimensionen lebensweltlicher Orientierung eingführt. (vgl. dazu ausführlich Kapitel 2 in der vorliegenden Publikation).
Kurzform: P2P. Als Peer-to-Peer wird die direkte Verbindung zwischen zwei Computern bezeichnet. Beide Rechner stehen dabei auf der gleichen Hierarchiestufe. Peer-to-Peer-Technologie kommt unter anderen in Tauschbörsen zum Einsatz. Ein bekanntes Peer-to-Peer-Protokoll ist Bit-Torrent. Wikipedia-Eintrag
Der Begriff Performativität entstammt ursprünglich der Sprechakttheorie John Austins (1962). Er besagt, dass durch das Aussprechen einer Handlung diese auch vollzogen wird. Ein Beispiel für solch einen „illokutionärer Akt“ ist z.B. jemandem die Freundschaft anzubieten: Dadurch, dass das Angebot ausgesprochen wird, wird es vollzogen. Der Begriff des Performativen ist in jüngerer Zeit, ausgehend von Impulsen der cultural studies/gender studies, neu diskutiert und auf eine breitere (theoretische und empirische) Basis gestellt worden (Göhlich/Wulf/Zirfas 2001; Fischer-Lichte/Wulf 2001). Sonderforschungsbereich „Kulturen des Performativen“ | Wikipedia-Eintrag
Die Phänomenologie ist eine philosophische Bewegung die auf Edmund Husserl zurück geht. Sie sieht den Ursprung von Erkenntnisgewinnung in unmittelbar gegebenen Erscheinungen, den sog. Phänomenen. Die Phänomenologie untersucht und beschreibt die Zusammenhänge zwischen diesen Erscheinungen, um Erscheinungsformen zu rekonstruieren. Der Kern der Phänomenologie ist die Methode der Deskription unter Ausklammerung (Epoché) allen Vorwissens. Die Deskription als Kern wissenschaftlicher Arbeit ist auch gemeint, wenn in methodologischer Hinsicht von einer phänomenologischen Grundhaltung gesprochen wird. Eintrag der Stanford Encyclopedia of Philosophy
Als Piktoralismus wird eine frühe Stilrichtung der Fotografie bezeichnet, die sich an Sujet und Ästhetik der klassischen Malerei orientierte. Die Piktoralisten sahen in der Fotografie als erste ein vollwertiges künstlerisches Ausdrucksmittel. Die Motive wurden sorgfältig ausgewählt und häufig arrangiert. Es wurden spezielle Objektive verwendet, die einen weichen Bildeindruck ergaben. Oftmals wurde zudem das Negativ bearbeitet, um malerische Effekte zu erreichen. Die Blütezeit des Piktoralismus liegt am Ende des 19. sowie den Beginn des 20. Jahrhunderts. Wikipedia-Eintrag
Als Positiv oder auch Abzug wird in der Fotografie das Endprodukt, also das fertige Bild bezeichnet. Ein Positiv entsteht durch die Belichtung eines Negativs (Entwicklung des Films) auf Fotopapier oder anderen Trägermaterialien.
Als Pragmatismus wird eine Denkrichtung der Philosophie, der Sozialphilosophie und der Sozialpsychologie und Soziologie bezeichnet, die davon ausgeht, dass die Bedeutung einer Aussage nicht in einem abstrakten Wahrheitswert, sondern in ihren praktischen Konsequenzen gefunden werden kann. William James formuliert die Grundannahme folgendermaßen: „Eine Vorstellung ist wahr, solange es für unser Leben nützlich ist, sie zu glauben!” Eintrag in der Internet Encyclopedia of Philosophy
Mit dem Begriff „Produser“ wird ein Wandel im Sender-Empfänger-Verhältnis beschrieben. Er steht für die Verschmelzung von „Producer“ (Sender) und „User“ (Empfänger) und verweist auf die Tatsache, dass insbesondere im Internet der Nutzer nicht nur Inhalte rezipiert sondern auch welche produziert. Die klassische Sender-Empfänger-Dichotomie der Massenmedien wird aufgehoben.
Als Relativismus wird eine erkenntnistheoretische Position bezeichnet. Diese geht von einer grundsätzlichen Relativität der Wahrheit von Aussagen aus. Gemeint ist damit, dass Aussagen sich immer nur auf andere Aussagen oder symbolische Ausdrucksformen beziehen können, nicht aber auch eine vorgängig bestehende „objektive Realität“ (vgl. Goodman 1990). Die philosophische Gegenposition zum Relativismus ist der erkenntnistheoretische Realismus (vgl. etwa Searle 19**), der die grundsätzliche Möglichkeit eines Bezugs von Aussagen zur einer „externen Realität“ behauptet. Eintrag in der Stanford Encyclopedia of Philosophy
Really Simple Syndication: Einfaches Format zur Verbreitung strukturierter Informationen. Basiert auf der strukturierten Beschreibungssprache XML. Einführung zum Thema RSS | Wikipedia-Eintrag
Second Life ist eine dreidimensionale Virtuelle Welt. Die Grundidee ist dabei, eine der realen Welt ähnliche, naturalistische virtuelle Umgebung zu schaffen. Das besondere an der Second Life ist (im Gegensatz zu vielen anderen Virtuellen Welten), dass jeder Teilnehmer mit einem integrierten Editor eigene Objekte für die Welt „bauen“ und diese auch verkaufen an. Second Life verfügt über eine eigene Wähung (Lindendollar), die über von Anbieter festgelegte Tauschkurse gegen echtes Geld eingetauscht werden kann. Mit mehreren Millionen umgesetzter US-Dollar pro Tag übertrifft das Bruttosozialprodukt von Second Life übertraf (zumindest zeitweilig) das kleinerer Staaten. Second Life bietet seinen Nutzern ausgesprochen freie und bei Bedarf hochkomplexe Gestaltungsmöglichkeiten ihrer Avatare. Second Life | Wikipedia-Eintrag
Als Setting wird in der Filmanalyse das Umfeld einer Szene bezeichnet. Generell lassen sich Außenaufnahmen von Innen- und Studioaufnahmen unterscheiden. Auch die Verwendung einer Bluebox fällt unter das Feld „Setting“ Generelle Informationen über die Begriffe der Filmanalyse finden Sie u.a. unter den angegebenen Links. Filmanalysemodell der Universität Magdeburg
(dt: kleine Welt-Theorem.) Das small world-Theorem geht auf ein Experiment des Psychologen Stanley Milgram zurück und beschreibt den Vernetzungsgrad moderner Gesellschaften. Die Hypothese des small world-Theorems ist, dass jeder Mensch auf der Welt mit jedem beliebigen anderem durch eine überraschend kurze Kette von Beziehungen verbunden ist. Milgram geht von einer maximalen Kette von 6 Personen aus. Wikipedia-Eintrag
Als Spiegelreflexkamera wird eine besondere Bauart für Fotoapparate beschrieben. Bei dieser wird das Motiv vom Objektiv über einen klappbaren Spiel zum Sucher abgelenkt.
(dt.: „direkte“ oder „reine Fotografie“.) Meint den neuen Realismus in der Fotografie. Im Zentrum steht die Sachlichkeit der Fotografie. Die Bilder werden nicht nachbearbeitet. Ikon Magazin
Der symbolische Interaktionismus ist eine aus dem Pragmatismus heraus entwickelte Theorie, die sich mit der Interaktion von Personen untereinander beschäftigt. Die Grundannahme der Theorie ist, dass Menschen Objekten, Beziehungen und Situationen durch einen symbolischen Interaktionsprozess Bedeutungen verleihen. Vorlesungsskript der Universität Erlangen | Eintrag auf Social-Psychology.de
Unter Syndication wird die Mehrfachverwendung, Weiterleitung und Sammlung (Aggregation) von Inhalten im Internet (insbes. „Web 2.0“) bezeichnet. Die Besonderheit liegt darin, dass die Inhalte nicht an eine Form gebunden sind (wie es bei klassischen html-Seiten der Fall war), sondern dass sie in einem strukturierten, maschinenlesbaren Datenformat (XML, RSS, RDF, ATOM etc.) abgelegt und somit universell austauschbar werden. Eine oft genutzte Form der Syndication ist das Einbinden eines RSS-Feeds in die eigene Webseite, um kontextrelevante Informationen zu präsentieren. Wikipedia-Eintrag
Das Telnet ist ein Subnetz des Internet. Es wird hauptsächlich dafür benutzt via Kommandozeile eine bidirektionale Verbindung zwischen zwei Rechnern herzustellen und somit in der Fernwartung eingesetzt. Mittlerweile wurde des Telnet durch andere Dienste abgelöst und ist überwiegend in Vergessenheit geraten. Wikipedia-Eintrag
The Well war eine der ersten größeren Communities im Internet. Zwischen den Mitgliedern der Community bestand eine enge Bindung. Howard Rheingold, Autor des Bandes „Virtual Communities“, eines Klassikers der Online-Forschung) und einer der prominentesten Mitglieder der Gemeinschaft, sprach von the Well als „True Community“. Mittlerweile hat The Well im Internet nur noch eine historische Bedeutung. The Well
Das Usenet ist eine Art gigantisches „Schwarzes Brett“ des Internet. Es stellt tausende, nach Themen sortierte Diskussionsforen bereit. In den Anfangszeiten des Internet brauchte man spezielle Programme (sog. Newsreader), um am Usenet partizipieren zu können. Mittlerweile ist auch ein Zugang über das WWW (z.b. via Google Groups) möglich. Durch viele themenorientierte Webforen im WWW hat das Usenet heute größtenteils seine Bedeutung verloren. Wikipedia-Eintrag
Verfügungswissen teilt sich in „Faktenwissen“ und „prozedurales Wissen“. Es ist ein Wissen um Ursachen, Wirkungen und Mittel. Also beispielsweise jene Form des Wissens, die Wissenschaft und Technik zur Verfügung stellen, aber auch praktisches Alltagswissen.
Siehe Belichtungszeit
Die Wissenssoziologie ist eine Strömung der Soziologie, die sich mit der Entstehung, Verbreitung, Verwendung und Bewahrung von Wissen in Gruppen und Gesellschaften. Die Grundannahme der Wissenssoziologie ist, dass Erkenntnis nicht allein im Individuum verankert ist, sondern auch durch einen sozialen Kontext geprägt wird. Wikipedia-Eintrag
World of Warcraft ist ein sehr populäres MMOPRG. Das Spiel wurde von der Firma Blizzard entwickelt und wird täglich von mehreren Millionen Spielern gespielt. Offizielle Seite | Wikipedia-Eintrag
World Wide Web. Das WWW bezeichnet den populärsten Teil des Internet. Oftmals werden beide Begriffe fälschlicherweise synonym verwendet. Hinter dem WWW verbirgt sich ein System von untereinander vernetzten Webseiten (Hypertextsystem), die mit einem Webbrowser aufgerufen werden können. Wikipedia-Eintrag
Hinter dem Xanadu-Projekt verbirgt sich das Konzept einer universalen Bibliothek, dem sog. Docuverse. Basis des Konzeptes war es das Internet als zentralen Speichort von Dokumenten zu sehen, die durch ein komplexes Hypertextsystem bidirektional vernetzt sind. Wikipedia-Eintrag
eXtended Markup Language, universales Beschreibungsformat für Daten und Informationen aller Art. Wikipedia-Eintrag