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(1915 – 1980). Roland Barthes gilt als einer der bedeutendsten Wissenschaftler im Bereich der strukturalistischen Semiotik. Barthes verwendete strukturalistische und psychoanalytische Methoden sowie Dekonstruktion, um moderne gesellschaftliche Phänomene (Film, Fotografie, Werbung, Mode) zu untersuchen. Seine Ansätze wurden in vielen strukturalen Medienanalysen aufgegriffen. In dem vorliegenden Band wird insbesondere auf seine Überlegungen zur Fotografie (Die helle Kammer. Bemerkung zur Photographie (1984)) eingegangen. | Wikipedia-Beitrag
(1904 – 1980). Gregory Bateson war Anthropologe, Biologe, Sozialwissenschaftler, Kybernetiker und Philosoph. Er betrachtete die einzelnen Facetten seiner Arbeit jedoch nicht als verschiedene Disziplinen sondern als Ausdruck einer „systemisch-kybernetischen“ Denkweise. Für das Konzept der Medienbildung sind insbesondere Batesons lerntheoretische Überlegungen interessant. In seinem Lernmodell trifft er, wenn auch nicht begrifflich sondern nur der Sache nach, eine Unterscheidung von Lernen und Bildung, die eine Grundlage der strukturalen Bildungstheorie darstellt. Die zentrale Schrift in diesem Zusammenhang ist „Die logischen Kategorien von Lernen und Kommunikation“ (1964). | Beitrag in Beats Biblionetz | Wikipedia-Beitrag
(1929 – 2007). Jean Baudrillard war ein französischer Medientheoretiker, Philosoph und Sozialwissenschaftler. Er gilt als bedeutender Vertreter des postmodernen Denkens. Genuin im Interesse der strukturalen Medienbildung sind seine Überlegung zu Virtualität, Simulation und Cyberspace. In seiner Medientheorie beschäftigt sich Baudrillard mit der Konstruktion der Wirklichkeit durch die Medien. Er geht davon aus, dass die von den Massenmedien vermittelten Bilder mittlerweile wirklicher als die Wirklichkeit seien (Hyperrealität). Eine weitere zentrale Überlegung Baudrillards dreht sich um den Symbolcharakter von Gegenständen. Er geht davon aus, dass viele Gegenstände mittlerweile reine Zeichen seien und nicht mehr der funktionale Gebrauch im Vordergrund stehe (Theorie der Simulakren). Zentrale Schriften in diesem Zusammenhang sind u.a.: Kool Killer oderDer Aufstand der Zeichen (1978) oder Der schönste Konsumgegenstand: Der Körper (1981). | Eintrag in der Stanford Encyclopedia of Philosophy | Wikipedia-Beitrag
(geb. 1935). Hans Belting ist Kunsthistoriker und Medientheoretiker. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt im Bereich der Bildwissenschaft, in welcher er mit seiner Bildanthropologie einen anthropologischen Blick auf das Medium Bild wirft. In dieser Bildanthropologie definiert er den Menschen als „Ort der Bilder“ dessen „innere Bilder“ in einem wechselseitigen Verhältnis zu den wahrnehmbaren „äußeren Bildern“ stehen. Zentrale Schriften Beltings sind u.a. ­Bild-Anthropologie. Entwürfe für eine Bildwissenschaft (2001) oder Echte Bilder und falsche Körper – Irrtümer über die Zukunft des Menschen (2004). | Artikel des Deutschlandradios zu Beltings Denkweise | Wikipedia-Beitrag
(geb. 1942). Gottfried Boehm ist Kunsthistoriker und Philosoph. Er gilt als einer der wichtigsten Theoretiker der Kunstwissenschaft im deutschen Raum und regte u.a. den -> Iconic Turn der der Bildwissenschaft an. Zentral in seinem Wirken ist der Begriff der ikonischen Differenz, die das Verhältnis von materiellen und sinnhaften Eigenschaften des Bildes beschreibt. Eine zentrale Schrift Boehms ist Was ist ein Bild ? (1994). | Wikipedia-Beitrag
(geb. 1937). Gernot Böhme ist ein deutscher Philosoph, der seine Arbeitsschwerpunkte in der Natur- und Technikphilosophie sowie der Wissenschaftstheorie hat. Für das Konzept der strukturalen Medienbildung sind insbesondere seine Gedanken zum Bildbegriff von Bedeutung, die Böhme in Auseinandersetzung mit der platonischen Abbildtheorie entwirft. Die hierfür zentrale Schrift ist seine Theorie des Bildes (1999). | Offizielle Homepage
(geb. 1947). David Bordwell ist Filmwissenschaftler und einer der prominentesten Vertreter des Neoformalismus. Neben Betrachtungen der Werke bestimmter Regisseure (u.a. Eisenstein) liegt David Bordwells Forschungsschwerpunkt auf der filmische Erzähltheorie, ihrer historischen Entwicklung sowie dem Hong-Kong-Kino. Bordwells Konzept der Filmanalyse, welches darauf beruht die Sinnkonstruktion des Zuschauers anhand formaler Merkmale nachzuvollziehen, stellt die Basis für die Methode der strukturalen Filmanalyse dar. Eines der zentralen Werke David Bordwells, in dem die Grundlagen der Filmanalyse erklärt werden ist seine Publikation Film Art. An Introduction (1979 – zusammen mit Kristin Thompson), welches mittlerweile in der 8. Auflage (2006) erschienen ist. |Offizielle Homepage| Wikipedia-Beitrag
(1833 – 1911). Wilhelm Dilthey war Philosoph, Pädagoge und Psychologe. Er gilt als Begründer der Geisteswissenschaften. Die Begründung der Geisteswissenschaften vollzog Dilthey indem er den Menschen in einen kulturhistorischen Zusammenhang sah anstatt, wie bis dahin üblich, in einen Naturzusammenhang. Der Gegenstand der Geisteswissenschaften ist laut Dilthey die Erzeugung des menschlichen Geistes. Ein zentraler Punkt Diltheys Arbeit war die Weltanschauungslehre. Der Kern dieser Theorie ist, dass sich verschiedene wissenschaftliche Paradigmen als Weltanschauungen verstehen lassen, die ihren Ursprung im Lebenszusammenhang des Menschen haben. Die Zentrierung der Geisteswissenschaften auf den Menschen brachte auch das Konzept der -> Biographie als wertende Ordnungsleistung hervor. Eine zentrale Schrift Diltheys ist Das Wesen der Philosophie (1907). | Wikipedia-Beitrag
(geb. 1938). Anthony Giddens ist Soziologe. Er gilt als Vertreter der Modernisierungstheorie. Giddens wurde durch seine Gedanken zur Globalisierung und deren Auswirkung auf Tradition und Individualität (Konsequenzen der Moderne (1996)) bekannt. | ­ Wikipedia-Artikel (en)
(1922 – 1962). Erving Goffman war Soziologe und ein Vertreter des symbolischen Interaktionismus. Seine Arbeitsschwerpunkte waren die Selbstdarstellung von Individuen, ihr Umgang mit Rollenmustern und Interaktionsritualen. Dabei vergleicht er die Interaktion im Alltag mit einer Vorstellung im Theater. Ein Ansatz Goffmans, der für die strukturale Medienbildung fruchtbar gemacht wurde, war sein Konzept der Rahmenanalyse. Als Rahmen beschriebt Goffman durch Sozialisation erworbene Erfahrungsschemata, die uns den Umgang mit bestimmten Situationen erleichtern. Seine zentrale Schrift hierzu trägt den Titel: Rahmen-Analyse. Ein Versuch über die Organisation von Alltagserfahrungen (4. Aufl. 1996). | Wikipedia-Beitrag
(Geb. 1944). Donna Haraway hat ihre Arbeitsschwerpunkte in der Technoscience und den feministischen Theorien. Bekannt wurde sie durch ihr Cyborg-Manifest. In diesem definiert Haraway „die Cyborg“ als Grenzfigur zwischen Mensch und Maschine und stellt die These auf, dass wir alle mittlerweile Cyborgs seien, da unser Körper immer mehr durch technologische Entwicklung verstärkt wird. Da die Cyborg klassischen Grenzen durchbreche, so Haraway, biete sie auch die Möglichkeit, die kulturelle Konstruiertheit von Leitdifferenzen wie Mann/Frau, Mensch/Tier und belebt/unbelebt kritisch zu hinterfragen. | Donna Haraways Cyborg Manifesto
(1770-1831). Georg Wilhelm Friedrich Hegel gilt als einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Idealismus. Sein Ziel war es, die Wirklichkeit in ihren mannigfaltigen Erscheinungsformen definitiv zu deuten. Hegels wohl bekannteste Schrift ist die „Phänomenologie des Geistes“ (1807). Für das Konzept der strukturalen Medienbildung bedeutend sind seine in der „Wissenschaft der Logik“ erschienenen Überlegungen zu Grenzen, in welchen er erörtert, dass das was eingrenzt immer auch auf sein Gegenteil verweist. | Wikipedia-Beitrag | Philolex-Eintrag | Eintrag in der Stanford Encyclopedia of Philosophy
(geb. 1945). Wilhelm Heitmeyer ist ein deutscher Pädagoge mit dem Arbeitsschwerpunkt auf Sozialisationstheorien. Für das Konzept der strukturalen Medienbildung sind seine Überlegungen zu den Kristentypen der Moderne, die er 1997 in seiner Publikation „Was treibt die Gesellschaft auseinander? Bundesrepublik Deutschland: Auf dem Weg von der Konsens- zur Konfliktgesellschaft“ veröffentlichte. Heitmeyer unterscheidet dabei Strukturkrisen, Regulationskrisen, und Kohäsionskrisen (vgl. dazu ausführlich Kap. 2.2.1 in der vorliegenden Publikation). | Wikipedia-Beitrag
(geb. 1925). Hartmut von Hentig gilt als einer der einflussreichten deutschen Pädagogen der Neuzeit. Seine pädagogischen Überlegungen betreffen hauptsächlich die Struktur und Inhalte des deutschen Bildungssystems. Dabei vertritt von Hentig die provokante These, dass die neuen Medien zu einem „Wirklichkeitsverlust“ führen würden und deshalb aus der Schule herauszuhalten seien. Bekannte Publikationen in diesem Zusammenhang sind: „Das allmähliche Verschwinden der Wirklichkeit. Ein Pädagoge ermutigt zum Nachdenken über die neuen Medien“ (1984) und „Der technischen Zivilisation gewachsen bleiben. Nachdenken über die Neuen Medien und das gar nicht mehr allmähliche Verschwinden der Wirklichkeit´“ (2002). | Wikipedia-Beitrag | Beitrag im Beats Biblionetz
(1916 – 1974). Heinz-Joachim Heydorn war ein deutscher Pädagoge und Politiker. Er vertrat eine eigene Bildungstheorie, deren Kern Bildung als Prozess versteht, in welchem der Mensch in seine eigene Geschichte eintritt. Bildung ist nach Heydorn ein Prozess, der zu gesellschaftlichen Arbeit, politischer Partizipation und ästhetischer Selbsterfahrung befähigt. Bedeutende Publikationen Heydorns sind eine „Bildungstheoretischen Schriften“. | Wikipedia-Beitrag
(1767 – 1835). Wilhelm von Humboldt war Geisteswissenschaftler und Bildungstheoretiker. Er schuf den “Klassiker” der Bildungstheorie. Er definiert Bildung als die umfassende und ganzheitliche Bildung der Kräfte eines Individuums. Diese sei vor allem durch ein Studium fremder Sprachen und somit anderer Sinnhorizonte zu erreichen. Auch viele zeitgenössische Bildungstheorien bauen auf dem Bildungsideal Humboldts auf (Ausführlich zum humboldtschen Bildungsideal sowie dessen Bedeutung für das Konzept der strukturalen Medienbildung vgl. Kap 2.1.1. in der vorliegenden Publikation). | Wikipedia-Beitrag zum humboldtschen Bildungsideal | Wikipedia-Beitrag zu Wilhelm von Humboldt
(1859 – 1938). Edmund Husserl war Mathematiker und Philosoph. Er gilt als Begründer der Phänomenologie, jener philosophischen Bewegung, die den Ursprung von Erkenntnis bei unmittelbar gegebenen Erscheinungen (Phänomenen) sieht. | Wikipedia-Beitrag zu Edmund Husserl | Eintrag im Philolex | Eintrag in der Stanford Encyclopedia of Philosophy
(geb. 1958). Henry Jenkins leitet die vergleichenden Medienstudien (Comparative Media Studies / http://cms.mit.edu/) am MIT. Sein Forschungsschwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung von Subkulturen in einer immer mehr konvergenten Medienumwelt. Seine aktuellste Publikation zu diesem Thema ist „Convergence Culture“ (2006) Jenkins vertritt dabei die These, dass die Fähigkeit Medien adäquat einzusetzen, eine wichtiger Fähigkeit zur Partizipation an der Gesellschaft ist. | Wikipedia-Beitrag (en) zu Henry Jenkins | Homepage von Henry Jenkins
(1724 – 1804). Immanuel Kant gilt als Vordenker der deutschen Aufklärung. Sein Ziel bestand darin den Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien. Kants Arbeitsschwerpunkte lagen in den Bereichen der Erkenntnistheorie sowie der Ethik. Mit seiner „Kritik der reinen Vernunft“ (1781) und der darin vertretenen These, dass Erkenntnis subjektiv geformt werde, leitete er einen Paradigmenwechsel innerhalb der Philosophie ein. Die vier Fragen (Was kann ich wissen?, Was soll ich tun?, Was darf ich hoffen?, Was ist der Mensch?) ,die Kant in seiner „Logik“ (1800) formuliert, stellen die Grundlagen für die vier Dimensionen der strukturalen Medienbildung dar. | Wikipedia-Beitrag zu Immanuel Kant | Eintrag im Philolex
(geb. 1927). Wolfgang Klafki ist einer der einflussreichsten deutschen Pädagogen der Neuzeit. Insbesondere im schulischen Kontext erfährt seine bildungstheoretische Didaktik noch hohe Anerkennung. Bildung ist für Klafki immer auch Allgemeinbildung hat soll den Menschen zu Selbstbestimmungsfähigkeit, Mitbestimmungsfähigkeit und Solidaritätsfähigkeit befähigen (ausführlicher zu Klafkis Bildungstheorie vgl. Kap. 2.1.2 in der vorliegenden Publikation). Eine zentrale Schrift Klafkis sind seine „Studien zur Bildungstheorie und Didaktik“ (1975). | Wikipedia-Beitrag zu Wolfgang Klafki
(geb. 1951). Sybille Krämer ist Professorin für theoretische Philosophie an der FU Berlin. Einer ihrer Arbeitsschwerpunkte ist eine Theorie der Medien, deren Kern darin besteht, dass Medien nicht nur Botschaften übermitteln sondern auch durch ihre Struktur Selbst- und Weltverhältnisse prägen. Innerhalb ihrer Medientheorie beschäftigt sich Krämer auch mit der Frage nach der „Körperlichkeit“ in neuen Medien. | Wikipedia-Beitrag zu Sybille Krämer | Offizielle Homepage von Sybille Krämer
(geb. 1959). Geert Lovink ist Medientheoretiker und –kritiker. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt in der Kultur des Internet. Bekannt wurde Lovink durch seine Widerworte zu Barlows „A Declaration of the Independence of Cyberspace“ , welche er zusammen mit Pit Schulz in dem Artikel „Anti-Barlow“ formulierte. Aktuell erforscht Lovink viele Phänomene, die sich unter dem Schlagwort Web 2.0 fassen lassen (Wikis, Blogs, etc). | Blog von Geert Lovink
(1893 – 1947). Karl Mannheim zählt zu den bekanntesten Soziologen und hatte seine Arbeitsschwerpunkte im Bereich der Wissenssoziologie. Viele Überlegungen, die er in „Beiträge zur Theorie der Weltanschauungsinterpretation“ (1921) trifft, wie z.B. objektiver Sinn, intendierter Ausdruckssinn und Dokumentsinn, wurden in der Theorie der strukturalen Medienbildung (insbesondere im Bereich des Wissensbezug) aufgegriffen. Darüber hinaus gilt er mit seinem Konzept der Generation, in welchem er Generationslagerung, Generationszusammenhang und Generationseinheit unterscheidet, als Begründer der Jugendsoziologie. | Wikipedia-Beitrag zu Karl Mannheim
(1933 – 1984). Stanley Milgram war ein bekannter Psychologe. Auf Basis des so genannten „Milgram Expirements“, formulierte er die These, dass Menschen sich von Autoritäten dazu bewegen lassen, unbeteiligte zu misshandeln. Für die Theorie der strukturalen Medienbildung ist sein small world-theorem (1967 in Psychology Today veröffentlicht) von großer Bedeutung, mit welchem Milgram aussagt, dass alle Menschen untereinander durch eine erstaunlich geringe Anzahl von Verbindungen miteinander vernetzt sind. Ein Prinzip, das sozialen Netzwerk wie z.B. Facebook zu Grunde liegt. | Wikipedia-Beitrag zu Stanley-Milgram | Beitrag im Beats Biblionetz /
(geb. 1936). Jürgen Mittelstrass ist Philosoph mit dem Schwerpunkt der Wissenschaftstheorie, in welcher er insbesondere nach den Bedingungen von Wissen fragt. Mittelstrass vertritt dabei die These, dass in modernen Gesellschaften der Abstand zwischen Verfügungswissen und Orientierungswissen immer stärker wachse (u.a. formuliert in Wissenschaft als Lebensform. Reden über philosophische Orientierungen in Wissenschaft und Universität (1982)). Moderne Gesellschaften – so Mittelstrass weiter – seien stark in der Vermittlung von Verfügungswissen und schwach in der Vermittlung von Orientierungswissen. Seine Schlussfolgerung, die in der Theorie der strukturalen Medienbildung aufgegriffen wird, ist, dass Bildung aus diesem Grund eine orientierende Funktion haben müsse (Ausführlich in Bildung und ethische Masse (2002)). | Wikipedia-Beitrag zu Jürgen Mittelstrass
(1892 – 1968). Erwin Panofsky gilt als einer der bedeutendsten Kunsthistoriker und entwickelte die Ikonologie wesentlich weiter. Seine Methode der Bildinterpretation (formuliert in „Studien zur Ikonologie“ (1962)), die die drei Stufen „vor-ikonographische Beschreibung“, „ikonographische Analyse“ und „ikonologische Interpretation“ unterscheidet, bildet die Basis für die Methode der strukturalen Bildinterpretation, die im vorliegenden Band vorgestellt wird. | Wikipedia-Beitrag zu Erwin Panofsky | Auszug aus einem Text zur Bildinterpretation
(geb. 1947). Howard Rheingold ist Sozialwissenschaftler, der sich hauptsächlich mit den politischen Auswirkungen moderner Kommunikationsformen befasst. In seinem 1994 erschienenen Band „Virtuelle Gemeinschaft. Soziale Beziehungen im Zeitalter des Computers“ prägte er den Begriff der virtuellen Community und zählt somit zu den Pionieren der Internetforschung. Rheingold war über Jahre hinweg Mitglied in „The Well“ der Ur-Community des WWW. | http://en.wikipedia.org/wiki/Howard_Rheingold | Homepage von Howard Rheingold
(1913 – 2005). Paul Ricœur war Philosoph. Für das Konzept der strukturalen Medienbildung sind seine Überlegungen zu einer „Erinnerungskultur“ interessant (u.a. in „Das Rätsel der Vergangenheit. Erinnern – Vergessen – Verzeihen“ (2004)). In dieser definiert er Erinnerungsarbeit als Trauerarbeit. Erst durch die Erkenntnis, dass die Vergangenheit verloren sei, könne eine reflexive Distanz zu dieser hergestellt werden. Ricœur plädiert dafür, das Vergessen nicht einseitig pejorativ zu konnotieren, sondern als Bestandteil einer Erinnerungskultur zu sehen. | Wikipedia-Beitrag zu Paul Ricœur | Eintrag in der Stanford Encyclopedia of Philosophy
(geb. 1946). Wolfgang Welsch zählt zu den bedeutendsten Theoretikern der Postmoderne. Er prägte in diesem Zusammenhang den Begriff der „Transkulturalität“, welcher eine entregionalisierte und entnationalisierte Kulturalität bezeichnet (ausführlich in: „Auf dem Weg zu transkulturellen Gesellschaften“ (2001)). Eine weitere Überlegung Welsch ist die Frage nach Virtualität und Realität, wobei Welsch die These vertritt, dass virtuelle Erfahrungen – wie z.B. das Theater – sich in reale Erfahrungen einschließen würden und das Virtuelle reale Momente aufweisen würde, weshalb er die beiden Bereiche sowohl als getrennt als auch sich gegenseitig beeinflussend betrachtet (ausführlich in „Wirklich. Bedeutungsvarianten – Modelle – Wirklichkeit und Virtualität“ (1998) und „Virtual to begin with?“ (2000)). | Wikipedia-Beitrag zu Wolfgang Welsch | Homepage
Nick Yee hat seinen Arbeitsschwerpunkt in der Selbstpräsentation der Nutzer in virtuellen Welten. Er prägte den Begriff des Protheus-Effekts, welcher besagt, dass Nutzer selbstbewusster auftreten, wenn sie glauben, einen attraktiven Avatar zu besitzen (ausführlich in: „The Proteus Effect: The Effect of Transformed Self-Representation on Behavior“ (2007)). | Homepage von Nick Yee